Kaum steht Halloween vor der Tür, läuft in unserer Redaktion schon die Weihnachtsplanung auf Hochtouren. Wir haben uns im Meetingraum verschanzt und über die besten Bastelanleitungen für Adventskalender diskutiert. Jetzt sind unsere vier Favoriten im ersten Weihnachtsbeitrag des Jahres gelandet. Wer einen Adventskalender basteln möchte und druckfrische Anleitungen sucht, ist hier an der richtigen Adresse.
Adventskalender basteln: Welches Modell darf es sein?
Bei den Dosen waren wir uns schnell einig. Die dürfen nach Weihnachten bleiben und nächstes Jahr wieder zum Einsatz kommen. Pappbecher und Papprollen haben uns überzeugt, weil sie sich mit wenig Material hübsch gestalten lassen. Und der Achtsamkeitskalender? Der verschenkt kleine Auszeiten. Vielleicht behalten Sie den am Ende sogar lieber selbst?
1. Adventskalender basteln aus alten Dosen
Normalerweise wandern leere Konservendosen in den Müll. Für diesen Adventskalender lohnt es sich, ein paar Wochen lang zu sammeln. Mit weißen Servietten, rot-weißem Garn und kleinen Zweigen bekommen die Dosen ein weihnachtliches Aussehen. Nebeneinander aufgestellt passen sie auf ein Sideboard oder eine breite Fensterbank. Prüfen Sie vorher, wie viel Platz Ihre 24 Dosen brauchen. Es wäre doch schade, wenn am Ende ausgerechnet der Heiligabend nicht mehr aufs Brett passt.
Die Idee mit den Servietten und der aufgemalten Lichterkette haben wir bei Filizity entdeckt. Im Blog finden Sie viele Bilder zu den einzelnen Bastelschritten. So sieht der fertige Kalender aus:
Diese Materialien brauchen Sie
- 24 leere, saubere Konservendosen
- Weiße Servietten für die Außenseiten
- Servietten in Beige oder einer anderen Wunschfarbe für die Füllung
- Rot-weißes Bäckergarn oder stabiles Papiergarn
- Einen roten, nicht verlaufenden Gelstift
- Kleine Zweige, zum Beispiel Tanne oder Rosmarin
- Rote Dekobeeren nach Geschmack
- Eine Schere
Adventskalender basteln aus Dosen: So geht es!
- Trennen Sie die weißen Servietten vorsichtig in ihre einzelnen Lagen. Wickeln Sie jeweils eine Lage um eine Dose. Oben darf der geprägte Serviettenrand etwas überstehen. Schlagen Sie die Überstände nach innen beziehungsweise unter den Dosenboden um.
- Legen Sie die kleinen Geschenke mittig auf die beigefarbenen Servietten. Fassen Sie die Ecken darüber zusammen und setzen Sie die Päckchen in die Dosen. Süßigkeiten bleiben dabei in ihrer eigenen Verpackung.
- Binden Sie jede Serviette oberhalb des Dosenrandes mit Garn zu. Ist das Papier zu lang, kürzen Sie es etwas. Befestigen Sie beim Zubinden einen kleinen Zweig und nach Wunsch eine Dekobeere am Garn.
- Stellen Sie die Dosen in der gewünschten Reihenfolge nebeneinander. Zeichnen Sie mit dem roten Gelstift eine Lichterkette, die sich optisch von Dose zu Dose fortsetzt. In jedes Lämpchen kommt eine Zahl von 1 bis 24. Testen Sie den Stift vorher an einem Serviettenrest, damit die Farbe nicht verläuft.
- Lassen Sie die Farbe trocknen und stellen Sie Ihren Adventskalender auf. Ein paar Zapfen oder kleine Weihnachtsfiguren passen gut dazu. Viel zusätzliche Deko braucht es aber nicht.
2. Adventskalender aus Pappbechern selber machen
Keine Lust, wochenlang Dosen zu sammeln? Dann nehmen Sie Pappbecher. Die lassen sich bestempeln, bemalen oder mit Geschenkpapier bekleben. Vielleicht haben Sie noch ein paar schöne Papierreste in der Weihnachtsschublade. Die bekommen hier ihren Auftritt. Ob alle 24 Becher gleich aussehen oder jeder ein anderes Muster bekommt, entscheiden Sie.
Bei Lenibel haben wir diese Variante entdeckt. Dort zeigt Isabel, wie sie ihre Becher gestaltet und mit Papier zum Zubinden verschließt:
Diese Materialien brauchen Sie
- 24 Pappbecher, möglichst unbedruckt
- Einen zusätzlichen Becher als Schablone, falls Sie Geschenkpapier verwenden
- Seidenpapier, Servietten oder dünnes Krepppapier zum Verschließen
- Geschenkpapierreste, Washi Tape oder Stempel zum Verzieren
- Stifte und nach Wunsch 24 Geschenkanhänger
- Geschenkband oder Schnur
- Bastelkleber oder einen Kleberoller
- Eine Schere
Pappbecher verzieren, befüllen und verschließen
- Becher gestalten: Kleben Sie Washi Tape um den oberen oder unteren Rand, stempeln Sie Sterne auf die Außenseite oder bemalen Sie die Becher. Wer Geschenkpapier verwenden möchte, schneidet passende Stücke zu und klebt sie rundherum fest. Lassen Sie Kleber und Farbe vollständig trocknen.
- Zahlen ergänzen: Schreiben Sie die Zahlen von 1 bis 24 direkt auf die Becher oder auf kleine Geschenkanhänger. Achten Sie darauf, dass die Zahlen auf dem gewählten Muster gut lesbar bleiben.
- Papier zum Verschließen anbringen: Schneiden Sie für jeden Becher einen Streifen Seidenpapier zu. Er muss einmal um die Öffnung reichen, mit etwas Überlappung an den Enden. Die Höhe wählen Sie so, dass oberhalb des Bechers genügend Papier zum Zubinden bleibt. Kleben Sie die untere Längskante innen rund um den oberen Becherrand fest. Schließen Sie auch die seitliche Überlappung mit etwas Kleber.
- Becher befüllen: Sobald der Kleber trocken ist, kommen die kleinen Überraschungen hinein. Füllen Sie die Becher höchstens bis zum Rand, damit Sie das Papier darüber noch gut zusammenfassen können.
- Zubinden und aufstellen: Nehmen Sie das Papier über der Öffnung vorsichtig zusammen und binden Sie es mit einer Schleife zu. Falls Sie Zahlenanhänger vorbereitet haben, befestigen Sie diese am Band. Nun können Sie die Becher auf einer Kommode, einem Regal oder der Fensterbank verteilen.
3. Adventskalender basteln: aus Toilettenpapierrollen
Bei dieser Idee zum Adventskalender basteln mussten wir zweimal hinschauen. Unter dem bunten Papier stecken tatsächlich leere Toilettenpapierrollen. Mit Seidenpapier und zwei Schleifen werden daraus große Weihnachtsbonbons. Viel Platz bieten die Rollen natürlich nicht. Für eine kleine Süßigkeit, eine persönliche Nachricht oder einen Gutschein reicht es aber.
Die Inspiration stammt von Mindy Pitcher. Sie hat ihre gefüllten Rollen mit Seidenpapier umwickelt und zusätzlich mit gemusterten Papierstreifen verziert. Die Farben können Sie passend zu Ihrer Weihnachtsdeko auswählen:
Diese Materialien brauchen Sie
- 24 leere, saubere und trockene Toilettenpapierrollen
- Seidenpapier zum Einwickeln
- Gemustertes Geschenkpapier oder andere Papierreste
- Dünnes Geschenkband oder Schnur
- Zahlenaufkleber oder Papier und einen Stift für eigene Zahlenetiketten
- Eine Schere
- Klebestreifen oder einen Kleberoller
- Einen Korb oder eine stabile Schnur zum Präsentieren
Schritt für Schritt zum Bonbon-Adventskalender
- Papier zuschneiden: Schneiden Sie für jede Rolle ein Stück Seidenpapier zu. Es soll die Rolle vollständig umschließen und an beiden offenen Enden etwa fünf Zentimeter überstehen. Probieren Sie es zuerst an einer Rolle aus, bevor Sie alle 24 Stücke zuschneiden.
- Rollen einwickeln: Legen Sie eine Rolle mittig auf das Seidenpapier und rollen Sie sie darin ein. Fixieren Sie die überlappende Papierkante mit einem kleinen Stück Klebestreifen. Drehen Sie das überstehende Papier an einem Ende vorsichtig zusammen und binden Sie es zu.
- Überraschungen hineinstecken: Befüllen Sie die Rolle durch die noch offene Seite. Verwenden Sie leichte Kleinigkeiten, die ohne Drücken hineinpassen. Süßigkeiten bleiben in ihrer Verpackung. Anschließend drehen Sie auch das zweite Ende zusammen und verschließen es mit einer Schleife.
- Bonbons verzieren: Schneiden Sie aus dem gemusterten Papier Streifen zu, die etwas schmaler als die Rollen sind. Wickeln Sie jeweils einen Streifen um die Mitte und kleben Sie ihn auf der Rückseite fest. Die Seidenpapier-Enden bleiben sichtbar.
- Zahlen anbringen: Kleben Sie auf jedes Bonbon eine Zahl von 1 bis 24. Sie können die Zahlen auch auf kleine Papierkreise schreiben und diese auf den gemusterten Streifen befestigen.
- Kalender arrangieren: Legen Sie die fertigen Bonbons in einen Korb oder binden Sie jedes einzeln mit einem zusätzlichen Faden an eine stabile Schnur. Führen Sie den Faden dabei unter einem der zugebundenen Bänder hindurch. So müssen Sie das dünne Seidenpapier nicht durchstechen.
Das Verpacken als Bonbon funktioniert übrigens auch ohne Papprolle, etwa bei kleinen Geschenken mit ungewöhnlicher Form. Weitere Anleitungen finden Sie in unserem Beitrag Geschenke für Weihnachten verpacken. Vielleicht ist auch schon eine Idee für die Päckchen unter Ihrem Weihnachtsbaum dabei.
4. Achtsamkeitsadventskalender selber basteln
Geschenke besorgen, Plätzchen backen, die Weihnachtsfeier vorbereiten. Im Dezember sind wir alle immer total eingebunden. Da nimmt sich kaum jemand Zeit, sich nak mit einer Tasse Tee hinzusetzen und den Augenblick zu genießen. Dabei ist es so wichtig für unsere körperliche und mentale Gesundheit, dass wir zwischendurch einfach mal Pause machen. Und exakt dafür ist unser vierter Adventskalender gedacht. In seinen Umschlägen stecken kleine Anregungen zum Innehalten. Die meisten brauchen nur wenige Minuten. Sie können den Kalender verschenken oder sich selbst einen Platz dafür freihalten.
Diese Materialien brauchen Sie
- 24 kleine Briefumschläge
- Unsere Druckvorlage mit den 24 Achtsamkeitsimpulsen
- Eine Holzplatte, etwa 40 × 60 Zentimeter groß (je nach Umschlaggröße)
- Geschenkband oder eine stabile Schnur
- 24 kleine Holzklammern
- Einen Stift oder Zahlenaufkleber
- Eine Schere
- Eine Heißklebepistole
- Nach Wunsch etwas Deko, zum Beispiel Trockenblumen oder Papiersterne
Umschläge vorbereiten und am Brett befestigen
- Anordnung ausprobieren: Legen Sie die leeren Umschläge zunächst auf der Holzplatte aus. So sehen Sie, wie viele Reihen darauf passen und welchen Abstand die Bänder brauchen. Planen Sie etwas Platz für die Klammern ein.
- Bänder befestigen: Spannen Sie die Bänder waagerecht über die Vorderseite der Platte. Führen Sie die Enden um die Seiten und kleben Sie sie auf der Rückseite mit Heißkleber fest. Lassen Sie den Kleber vollständig abkühlen und prüfen Sie, ob die Bänder halten.
- Umschläge beschriften: Schreiben Sie die Zahlen von 1 bis 24 auf die Umschläge. Ein einfacher Stift reicht völlig. Wer mag, ergänzt kleine Sterne oder verwendet Zahlenaufkleber.
- Kärtchen ausschneiden und einstecken: Drucken Sie unsere Vorlage aus und schneiden Sie die 24 Kärtchen entlang der feinen Linien aus. Stecken Sie jeweils eines in den passenden Umschlag. Schlagen Sie die Laschen nur ein, statt sie zuzukleben. Dann lassen sich die Umschläge im nächsten Jahr erneut verwenden.
- Kalender zusammensetzen: Befestigen Sie die gefüllten Umschläge mit den Holzklammern an den Bändern. Stellen Sie das Brett kippsicher auf. Zum Schluss können Sie noch ein paar Papiersterne oder Trockenblumen ergänzen.
24 Achtsamkeitsimpulse für Ihren Adventskalender
Die Lieblingstasse von Hand abspülen, an einem Gewürz riechen oder ein altes Foto genauer betrachten. Unsere 24 Impulse holen kleine Momente aus dem Alltag, die sonst schnell untergehen. Dafür brauchen Sie weder eine Yogamatte noch eine freie Stunde.
Die Kärtchen sollen keine neue Aufgabenliste werden. Wenn ein Impuls heute nicht passt, darf er im Umschlag bleiben. Es gibt nichts nachzuholen.
Öffnen Sie die Vorlage über den Button und drucken Sie sie über Ihren Browser aus. Wählen Sie Hochformat und prüfen Sie in der Druckvorschau, ob die gesamte Grafik auf die Seite passt. Anschließend schneiden Sie die 24 Kärtchen entlang der feinen Linien aus. Bei Bedarf können Sie die Kärtchen einmal falten, damit sie in Ihre Umschläge passen.
Adventskalender selber befüllen: Kleine Ideen für den Inhalt
Der Kalender steht. Jetzt fehlen nur noch 24 Überraschungen. Nur noch? Wer schon einmal einen Adventskalender selbst befüllt hat, weiß, dass einem nach den ersten sieben Ideen durchaus die Luft ausgehen kann. Zum Glück müssen es weder 24 verschiedene Dinge noch jeden Tag Geschenke sein.
- Zum Naschen und Genießen: Einzeln verpackte Pralinen, kleine Schokoladentafeln, Lieblingstee oder eine Gewürzmischung für den nächsten Kochabend.
- Für den Alltag: Ein Lesezeichen, ein schöner Stift, Saatgut für den Balkon oder ein Ausstechförmchen.
- Zum Erinnern: Ein gemeinsames Foto, eine persönliche Nachricht oder ein Zettel mit dem Anfang „Wissen Sie noch, als wir …“. Die Ansprache passen Sie natürlich an den Beschenkten an.
- Für gemeinsame Zeit: Gutscheine für einen Filmabend, einen Winterspaziergang mit heißem Kakao oder ein selbst gekochtes Abendessen.
Legen Sie die Füllungen vor dem Verpacken einmal neben die Dosen, Becher oder Rollen. Passt alles hinein? Größere Geschenke können Sie separat verstecken und im Kalender einen Hinweis darauf unterbringen. Bei einem Kalender zum Aufhängen zählt außerdem das Gewicht.
Verzichten Sie auf leicht verderbliche Lebensmittel, die gekühlt werden müssen. Tee und Gewürze verpacken Sie gut verschlossen, damit nicht schon am dritten Dezember alle Päckchen nach Zimt duften.
FAQ: Adventskalender basteln
Wie kann ich einfach und schnell einen Adventskalender basteln?
Mit 24 Pappbechern, einem Stift, Servietten und etwas Garn. Nummerieren Sie die Becher, legen Sie die Überraschungen in die Servietten und setzen Sie die kleinen Bündel hinein. Oben zubinden, fertig. Aufwendige Verzierungen können Sie sich sparen.
Was brauche ich, wenn ich einen Adventskalender basteln will?
Sie brauchen 24 Behälter oder Umschläge, Zahlen von 1 bis 24 und die passende Füllung. Je nach Modell kommen Papier, Schere, Kleber, Schnur und Klammern dazu. Schauen Sie zuerst nach vorhandenen Materialien. Geschenkpapierreste und aufgehobene Bänder lassen sich gut verwenden.
Wie kann ich einen Adventskalender günstig befüllen?
Mischen Sie kleine Leckereien mit persönlichen Nachrichten, Fotos und Gutscheinen. Eine Packung einzeln verpackter Teebeutel oder Süßigkeiten lässt sich auf mehrere Tage verteilen. Auch eine Geschichte in 24 kurzen Abschnitten kommt ohne tägliche Einkäufe aus.
Was kann ich statt Süßigkeiten in einen Adventskalender füllen?
Fotos, Rätsel, Lesezeichen, Saatgut, kleine Bastelmaterialien oder Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen. Persönlich wird der Kalender mit Erinnerungen und kleinen Botschaften. Unsere Achtsamkeitsimpulse eignen sich ebenfalls als Füllung.





