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Wer gerne fotografiert und im Zuge seines Hobbys schon einige tolle Ergebnisse hervorgebracht hat, ist vielleicht früher oder später auch auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Zum Glück wimmelt es im Bereich der Fotografie von solchen Herausforderungen geradezu: Eine ganz besondere wartet auf den (Hobby-) Fotografen, wenn er angestammtes Terrain verlässt und sich einer ganz neuen Motivwelt zuwendet – der Motivwelt, die unter der Wasseroberfläche auf ihn wartet!

Auf die Idee, sich der Unterwasserfotografie zu widmen, kommen häufig vor allem solche Personen, die gerne fotografieren und auch schon Erfahrungen im Schnorcheln und Tauchen sammeln konnten – sie wissen schließlich aus eigener Erfahrung, welch wunderbare Welt unter Wasser auf sie wartet und wünschen sich häufig sehnlichst, ihre Eindrücke auf Fotos zu bannen. Die Unterwasserfotografie ist ohne Frage reizvoll – sie erfordert von dem (Hobby-) Fotografen aber auch das Engagement, sich mit ganz neuen Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Im Folgenden erhalten Sie erste Einblicke in die Welt der Unterwasserfotografie!

Equipment für die Unterwasserfotografie

Technik und Wasser – dies ist dem ersten Augenschein nach zu Recht eine denkbar schlechte Kombination. Zum Glück ist sie aber heutzutage unter bestimmten Voraussetzungen auch keine Mischung mehr, die völlig undenkbar wäre. Natürlich ist es nicht möglich, ohne Weiteres einfach mit einer normalen Kamera Unterwasserfotografie zu betreiben. Es gilt, auf Technik zu setzen, die speziell für den Einsatz unter Wasser konzipiert wurde. Hierbei sind unterschiedliche Wege gangbar.

Wer sich ganz unkompliziert und zudem auch kostengünstig an die Unterwasserfotografie herantasten möchte, könnte etwa fürs Erste auf Einwegkameras setzen, die für den Einsatz unter Wasser gerüstet sind. Erste Erfolge in Sachen Unterwasserfotografie lassen sich mit solchen Kameras durchaus sammeln. Möchte man nach den ersten Erfahrungen dem neuen Hobby nicht treu bleiben, sind in diesem Fall zudem keine unnötig hohen Investitionen erfolgt. Wer allerdings erst einmal die Faszination der Unterwasserfotografie richtig gut kennengelernt hat, möchte sicherlich bald auch mehr – und daher auch auf ein technisches Equipment setzen, das ein Plus an Professionalität verspricht. Hier hat man nun die Qual der Wahl. Zu denken wäre zum Beispiel an die Anschaffung einer Spezialkamera für die Unterwasserfotografie. Alternativ ließe sich unter anderem auch auf das Nachrüsten einer bereits vorhandenen Kamera setzen: Nötig wird in diesem Fall dann in der Regel die Anschaffung eines Unterwassergehäuses, das die Kamera vor dem nassen Element schützt. Dabei gilt es allerdings, erst einmal herauszufinden, ob ein solches Gehäuse in gewünschter Qualität für das eigene bereits vorhandene Kameramodell überhaupt angeboten wird. Sowohl die Anschaffung einer Spezialkamera als auch diejenige eines Unterwassergehäuses kann je nach Kamera ein durchaus kostspieliges Unterfangen sein – insbesondere, wenn es um eine Spezialkamera geht, die auch das Fotografieren in beachtlichen Wassertiefen ermöglichen soll, bzw. um ein Unterwassergehäuse, das für eine Profiausrüstung gedacht ist. Hier gilt es also, Preise zu vergleichen und herauszufinden, welches Equipment sich im individuellen Falle wirklich lohnen könnte.

Ganz egal, auf welche Option die Wahl fällt: Es ist stets darauf zu achten, für welche Wassertiefen das gewählte Equipment geeignet ist, sowie darauf, dass die Unterwasserfotografie ggf. weitere Investitionen erfordert. In Hinblick auf die technische Ausstattung ist in Bezug auf Letzteres etwa an zusätzliche geeignete Blitzlichtgeräte zu denken. Schließlich wird Licht unter Wasser ab einer gewissen Wassertiefe mehr und mehr zur Mangelware, sodass es schwerfallen könnte, ohne zusätzliche Beleuchtung attraktive Aufnahmen zu schießen.

Die Gelegenheiten

Selbst das beste Equipment nützt natürlich nicht viel, wenn es an Gelegenheiten mangelt, in die Unterwasserwelt vorzudringen. Bevor man sich näher mit dem Thema Unterwasserfotografie beschäftigt, sollte also erst einmal geklärt werden, wo sich dem neuen Betätigungsfeld nachgehen lässt. Dabei ist zum einen darauf zu achten, in welchen Gewässern gute Motive vorzufinden sind, zum anderen aber natürlich auch darauf, wo Unterwasserfotografen überhaupt schnorcheln und tauchen dürfen, um spannende Fotos zu erstellen. Ein Okay vorausgesetzt, können nicht nur exotische Gewässer für die Unterwasserfotografie interessant sein, sondern sogar Pools – immer vorausgesetzt, dass es die Verantwortlichen gestatten, dass hier ein begeisterter (Hobby-) Unterwasserfotograf zum Fotografieren abtaucht. In Pools und Co. ließen sich beispielsweise schwimmende und tauchende Menschen fotografieren, die an einem solchen Foto-Shooting der besonderen Art Spaß haben und sich hierfür zur Verfügung stellen. Solche Fotos können sehr lustig sein, aber durchaus auch einen künstlerischen Akzent aufweisen.

Viele Hobbyfotografen werden durch einen Urlaub, auf dessen Programm auch ein Tauchkurs steht, auf die faszinierenden Möglichkeiten der Unterwasserfotografie überhaupt erst aufmerksam. Falls das neue Hobby Schritt für Schritt immer professioneller verfolgt werden soll, ist es allerdings unerlässlich, auch geeignete Locations am jeweiligen Heimatort ausfindig zu machen. Sich alleine im Urlaub der Unterwasserfotografie zu widmen, würde nämlich unter Umständen auch bedeuten, diesem Hobby nur recht selten frönen zu können, und würde somit im schlechtesten Fall einem Verzicht auf die notwendige Übung gleichkommen. Angehende Unterwasserfotografen sind dementsprechend gut beraten, entsprechende Erkundigungen nach geeigneten Locations am Heimatort am besten einzuholen, bevor sie sich teures Equipment zulegen. Zudem müssen sie auch zur eigenen Sicherheit gewährleisten, dass sie über die jeweils notwendigen Kenntnisse im Schwimmen, Schnorcheln und ggf. auch Tauchen sowie über entsprechendes Equipment verfügen.

Motive unter Wasser

Unter Wasser gibt es eine ganz neue Welt zu entdecken – dies gilt natürlich besonders dann, wenn – wie bei passionierten (Hobby-) Fotografen üblich – auch ein Blick für faszinierende Details vorhanden ist. Aber beginnen wir ruhig bei dem, an was viele sofort denken, wenn die Rede vom Fotografieren unter Wasser ist. Beliebte Motive sind natürlich in erster Linie Tiere und Pflanzen, die es nur unter der Wasseroberfläche zu entdecken gibt. Hinzu kommen scheinbar leblose Motive – wie etwa Wracks oder Gesteinsformationen, die unter Wasser häufig bizarre Formen annehmen und aus diesem Grunde begehrte Motive in der Unterwasserfotografie sein können. „Scheinbar“ leblos sind diese, da sie wiederum oft einen ganz besonderen Lebensraum für Tiere und Pflanzen und so einem interessanten Mikrokosmos unter Wasser entstehen lassen.

Bitte nicht vergessen: Wird die Unterwasserfotografie nicht in einem Pool oder Ähnlichem ausgeübt, sondern in einem Gewässer, welches der Lebensraum von Tieren und Pflanzen ist, sollten selbstverständlich auch hier die Grundsätze der Naturfotografie Berücksichtigung finden. Hierzu zählt unter anderem, dass der verantwortungsvolle (Hobby-) Fotograf sich erkundigt, wo er tauchen, schnorcheln und dabei fotografieren darf, sich an entsprechende etwaige Verbote etc. hält und dass er bei Ausübung seiner Tätigkeit keine Tiere stört und keine Pflanzen beeinträchtigt. Welche Verhaltensweisen dabei an den Tag zu legen sind und welche nicht, muss der Einsteiger in die Unterwasserfotografie ggf. genauso erlernen wie das Fotografieren unter Wasser selbst.

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Unterwasserfotografie gezielt erlernen

Die Unterwasserfotografie hat ohne Frage das Potenzial, zu einer heiß geliebten Passion zu werden. Bis man es allerdings schafft, Fotos zu schießen, die denen in faszinierenden Bildbänden gleichen, kann es durchaus ein langer Weg sein. Wer sein Hobby Unterwasserfotografie perfektionieren möchte, sollte daher in Erwägung ziehen, entsprechende Kurse zu besuchen und Fachliteratur zurate zu ziehen. Kurse in Sachen Unterwasserfotografie werden etwa von Tauschschulen angeboten. Dabei ist es durchaus möglich, dass vor einer Teilnahme an einem Kurs für Unterwasserfotografie bestimmte bereits erlangte Qualifikationen im Tauchen oder Schnorchel nachzuweisen sind. Diesbezügliche Erkundigungen sind am besten frühzeitig einzuholen, damit sich der Zugang zur Unterwasserfotografie ohne unerwartete Komplikationen finden lässt.